

Die Basis unseres pädagogischen Konzepts bildet die Reggio-Pädagogik, die in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia entwickelt wurde und die Einzigartigkeit des Kindes und seine Entfaltungsmöglichkeiten betont. Im Mittelpunkt steht das Kind, das von Geburt an ein reiches Potential mitbringt und seine Entwicklung aktiv gestaltet. Es bestimmt selbst, was es zu welchem Zeitpunkt und in welchem Tempo lernt. Die pädagogischen Fachkräfte verstehen sich dabei als Begleiter, die Verlässlichkeit und einen geschützten Rahmen bieten. Gleichzeitig sorgen sie für eine anregende Umgebung mit Aufforderungscharakter und lassen Raum, die Welt zu entdecken. Dabei sind sie in einem ständigen Dialog mit den Kindern und als Mitforschende auf Augenhöhe der Kinder.
Dieser Lern- und Entwicklungsprozess vollzieht sich schwerpunktmäßig in thematischen Projekten, die durch Fragen, Erlebnisse und Beobachtungen entstehen und offen sind in ihrem weiteren Verlauf. Sie entwickeln sich im Zusammenspiel aller beteiligten Schritt für Schritt, von Idee zu Idee. Projekte können klein oder riesengroß sein, wenige oder viele Teilnehmer haben, ein paar Stunden dauern oder viele Monate. Sie können Umwege nehmen, in Seitenstränge führen und in Sackgassen enden. Es gibt Impulsgeber, Zaungäste und Quereinsteiger. Aber alle Projekte entspringen der Lust, Neues zu entdecken, Verbindungen zu knüpfen und Fertigkeiten zu entwickeln. Das Erleben von Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit stärkt den natürlichen Drang zu lernen, seine Welt zu gestalten und sich als wertvollen Akteur seiner Umgebung zu erfahren.
